Die Bedeutung der Kohlenhydrate in der Sporternährung


Sie sind der wichtigste Energielieferant für unseren Körper, da sie unter normalen Bedingungen etwa 2 Drittel der benötigten Energie liefern. Die Speicherform der Kohlehydrate im Körper wird Glukose genannt. Ein Glukosemolekül wird aus bis zu mehreren Untereinheiten aufgebaut. Je nach Aufbau unterscheidet man Mono-, Di- und Polysaccaride (Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker). Als Monosaccaride sind für die menschliche Ernährung die Glucose (Traubenzucker), Galaktose (Schleimzucker) und die Fruktose (Fruchtzucker) von Bedeutung. Diese Kohlehydrate kommen in freier Form in Früchten, in Honig und als Bestandteile größerer Kohlehydrate vor. Disaccharide sind Verbindungen von zwei Monosaccariden (wie Saccarose oder Rohrzucker, Laktose oder Milchzucker und Maltose oder Malzzucker).

Die Stärke, die in Getreide, in Kartoffeln oder Hülsenfrüchten vorkommt, ist das wichtigste Polysaccarid in der menschlichen Ernährung. Die unterschiedlich großen KH haben für die Leistungsfähigkeit verschiedene Bedeutung. Kleine Kohlehydrate, vor allem in Glucose, werden sehr schnell vom Organismus aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel rasch an. In der Folge wird durch Insulin die Verwertung der Glucose beschleunigt und der Blutzuckerspiegel kann unter das Ausgangsniveau absinken und dies ist mit einer Leistungseinbuße verbunden. Große, langsam resorbierte KH, liefern mehr Energie als die Monosaccaride und vermeiden einen übermäßigen Blutzuckeranstieg. Je intensiver die körperliche Belastung ist, desto weniger werden die KH als Energieträger. Vergleiche dazu das Kapitel Energiebereitstellung. Ein Gramm Glykogen speichert 4,1 kcal. KH enthalten keine essentiellen Stoffe, der Mindestbedarf liegt bei ca. 100 bis 150 g, damit keine Stoffwechselstörungen auftreten. Tabelle 16: Bedeutung der KH für den Sportler: Die Resynthese der energiereichen Phosphate ATP und Kreatinphosphat findet auf anaerobem (ohne Sauerstoff) und aerobem (mit Sauerstoff) statt.

Die KH ermöglichen eine sehr ökonomische Energiebereitstellung, d.h., es wird pro Einheit Sauerstoff mehr Energie gewonnen als z.B. bei der Fettverbrennung.

KH hemmen die unökonomische Verbrennung von freien Fettsäuren.

KH haben eine hohe energische Flussrate, es läuft die Resynthese von ATP sehr rasch ab.

KH ermöglichen eine verstärkte Wassereinlagerung in die Muskulatur.

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